Atemmuster

Was sagt mein Atem über mich

Aufschlussreiche Atmung: In Ruhestellung atmen Menschen etwa 15 bis 20 Mal pro Minute und geben Kohlendioxid (säurehaltig) an die Aussenluft ab. Pro Atemzug sollten 0,5 Liter Luft aufgenommen werden, um sich zu entspannen. Nicht nur die körperliche Anspannung, sondern auch die Gedanken verändern die Atmung. Einatmen ist eine Art von Vorbereitung auf die Situation, Ausatmen mehr die Nachbereitung, die Lösung der Spannung (Seufzer der Erleichterung). Das Atemverhalten gibt Aufschluss darüber, wie man eine Situation erlebt und verarbeitet. Indizien sind dabei Atemvolumen, Atemfluss, Brust- oder Bauchatmung, Atemtempo und Atempausen.

Einatmen. Wenn Sie einatmen zieht sich das Zwerchfell zusammen und bewegt sich abwärts. Dadurch entsteht im Brustraum ein Sog und die Lungen können sich entfalten. Brustmuskulatur lässt die Rippen nach aussen und oben ziehen. Beim Beobachten gewinnen Sie ein Gefühl dafür, wie das Zwerchfell und die Rippenmuskulatur Ihre Atmung steuert. Entspanntes Einatmen erhöht die Ausgeglichenheit und bringt innere Kraft. Die Atemfrequenz hat Einfluss auf die Herzfrequenz. Wer richtig durchatmet, dessen Herz pocht weniger wild.
Ausatmen. Beim Ausatmen entspannt sich das Zwerchfell und wölbt sich wieder nach oben in den Lungenraum. So wird die verbrauchte Luft aus der Lunge gepresst. Ausatmen ist ein Loslassen und Fallenlassen und ist gerade in unserer Leistungs- und Mediengesellschaft ein wichtiger Moment des Ausgleichs.